Einführung in die systemisch-lösungsorientierte Beratung

In aller Regel unterscheidet sich der Kontext für Lösungen grundsätzlich von dem Problemkontext. Das geht einher mit unterschiedlichen Wahrnehmungsperspektiven, Werthaltungen und Kompetenzen. Die lösungsorientierte Beratung fokussiert daher, nach einer angemessenen Würdigung der Problemwahrnehmung, sehr früh im Beratungsverlauf auf den Lösungsbereich. Die Klienten können dadurch schon nach kurzer Zeit Ideen zu möglichen Lösungen entwickeln. Diese Beratungsform verbindet eine hohe Zufriedenheit mit einer kurzen (effektiven) Beratungsdauer.

Systemisch: der Focus der Beratung beschränkt sich nicht auf den Einzelnen, sondern bezieht dessen beruflichen und sozialen Kontext (das System) mit ein. Oft sind es scheinbar kleine Interventionen, die durch Wechselwirkungseffekte positive, dynamisch wachsende Veränderungen auslösen. Für die konkrete Arbeit bedeutet dies eine hohe Flexibilität (bzgl. Setting, Frequenz, Dauer der Sitzungen etc.), da der Arbeitsschwerpunkt und der Wahrnehmungsfokus entsprechend der Bedürfnisse des zu beratenden Systems verschoben werden kann.

Lösungsorientiert: das beraterische Vorgehen orientiert sich weniger an der Entstehung des Problems, als vielmehr an der Definition und dem Beschreiben möglicher Lösungen für das aktuelle Problem. Spezifische Techniken z.B. des Fragens und Formulierens unterstützen die Ratsuchenden dabei, Lösungsideen zu entwickeln und ggf. umzusetzen. Neben den konkret-inhaltlichen Effekten bewirkt dieses Vorgehen eine massive Stärkung des Klienten oder Klientensystems durch die Erfahrung, dass

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