Schwierigkeiten der Unternehmensnachfolge in Familienunternehmen

„Man muss aufhören, bevor es die anderen merken”: mit diesen Worten beschreibt Rosely Schweizer-Oetker den optimalen Prozess der Nachfolge in einem Familienunterunternehmen. Die Notwendigkeit einer gut durchdachten und frühzeitig geplanten Nachfolgeregelung ist vielfach beschrieben und gefordert. Fehlt diese vorausschauende Nachfolgeregelung, kann dies für das Unternehmen das „Aus” bedeuten: weniger als 10% der Familienunternehmen erreichen die 3. Generation . Reinhard Mohn schließt daraus: „Die Sicherung der Nachfolge ist die größte unternehmerische Leistung.”

Mittelständische Unternehmen sind in der Regel durch ihre Besitzer geprägt. Wechselt dieser, ändert sich fast alles im und um den Betrieb. Die Unternehmensnachfolge in Familienunternehmen wird darüber hinaus durch spezifische Bedingungen beeinflusst:

„...bei einer Unternehmensübergabe in mittelständischen Unternehmen, die wohlgemerkt in erster Linie Familienunternehmen sind, treffen während des Nachfolgeprozesses nicht nur Chef und Nachfolger, sondern auch Eltern und Kinder aufeinander”, schreibt das Institut für Mittelstandsforschung in Mannheim.

Kinder, die im Unternehmerhaushalt aufwachsen, stehen nicht immer aufgeschlossen und positiv dem gegenüber, was der Vater/die Eltern in der Regel unter Zeitverzicht für die Familie aufgebaut haben. Während in der Gründergeneration eine extrem hohe Identifikation mit der Firma herrscht, haben Kinder sie im Verlauf ihrer Entwicklung eher als belastend, allgegenwärtig und stets vorrangig erlebt.

Hinsichtlich der Nachfolge wird von den Eltern oftmals still vorausgesetzt, dass ihre Kinder den Betrieb übernehmen, dass sie beruflich und persönlich dafür geeignet sind und sich nichts Schöneres vorstellen können, als in die Fußstapfen der Eltern zu treten und deren Werk fortzuführen. Die Berufseignung, Stressstabilität und Führungsqualitäten der Nachfolger werden hier selten nachgefragt

Das heißt: neben vielen Erbschafts-, Steuer- und Vertragsregelungen müssen für eine gelungen Unternehmensnachfolge auch die persönlichen Verhältnisse geregelt werden!

Dazu zählen unter anderem folgende Themen:

Die unterschiedlichen und sich zum Teil widersprechenden Aspekte und Interessen der Familie und des Betriebes unter einen Hut zu kriegen, sollte dementsprechend mit großer Aufmerksamkeit und starkem Engagement umgesetzt werden.

Häufig gilt: Der Unternehmer ist ein Profi in seinem Geschäft, die Regelung der Betriebsübergabe hingegen ist Neuland für ihn. Hier kann die Unterstützung durch professionelle Berater nicht nur dem Betrieb Zeit und Geld sparen, sondern auch die Belastung und nachhaltige Schädigung der familiären Beziehungen verhindern!

Notwendig sind aufgrund der Einzigartigkeit von Familie und Unternehmen individuelle, maßgeschneiderte Lösungen, die Ihnen passen.
Wir unterstützen Sie dabei!

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