Die Bedeutung der Unternehmerfamilie für das Unternehmen

Die Firma saß immer mit am Tisch

»Die Firma saß immer mit am Tisch.«, mit diesem Bild beschreibt die Tochter eines Familienunternehmers ihren Alltag aus ihrer Herkunftsfamilie.

In der Tat besteht in Familien von Familienunternehmen eine besondere gegenseitige Prägung von Familie und Unternehmen: Beim häuslichen Abendessen werden Marktsituation und Konkurrenz diskutiert, der Sohn möchte lieber Lehrer werden, anstatt die Unternehmensnachfolge anzustreben, die Mutter ist als Hausfrau und Personalchefin in einem für die Belange der Familie sowie der Angestellten zuständig, die Schwester des Unternehmers ist für die Buchhaltung verantwortlich, während der Bruder aus dem Unternehmen ausgestiegen ist und ausbezahlt werden muss.

Aus diesen unterschiedlichen familialen und unternehmerischen Interessen kann ein immenses Spannungsfeld entstehen, das in der Unternehmensberatung meist nur aus der Perspektive des Unternehmers betrachtet und häufig zum rein operativen Problem degradiert wird. Damit wird man den speziellen Problemkonstellationen und Bedürfnissen, aber auch Stärken und Ressourcen von Familienunternehmen nicht gerecht, denn diese fordern spezielle und individuelle Lösungen. Familienunternehmen haben einen besonderen Bedarf an interdisziplinärer Beratung, die sowohl das Unternehmen als auch die Familie und die Schnittstelle zwischen beiden stets im Auge behält.

Für eine zufriedene Zukunft der Familie und einen erfolgreiche Geschichte des Unternehmens gilt es, die Ziele und Interessen sowohl der Familie als auch des Unternehmens unter einen Hut zu bringen. Statt sich gegenseitig zu stören und zu behindern (bzw. sich als störend und belastend zu empfinden), können sie sich wechselseitig stärken und ergänzen zu mehr als der Summe ihrer Anteile.

Neben den üblichen Themen des Betriebes gilt es Einigkeit zu erzielen über die langfristigen Erfolgsgaranten eines Familienunternehmens, nämlich:

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